Grundsteinlegung für neues Gemeindezentrum

Die Kirchengemeinde „Zu den Heiligen Engeln“ feiert zusammen mit Gästen auf dem neu gestalteten Platz vor der im Umbau befindlichen Pfarrkirche.

Johannes Ungermann übergibt das Behältnis, in dem unter anderem die Urkunde über die Grundsteinlegung enthalten ist, an Pfarrer Dr. Philip Kaviyil. Mit dabei sind bei diesem feierlichen Augenblick auch (vordere Reihe von links): Pfarrer Dr. Andreas Kirchartz, Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren, Architektin Carla Zipp und Dekanatsreferent Hans-Peter Mattes (dritter von rechts). Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

28.09.2026

Mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel feierte die Kirchengemeinde „Zu den Heiligen Engeln Durchhausen“ im Dekanat Tuttlingen-Spaichingen am Samstag ihr Patrozinium, verbunden mit der Grundsteinlegung für das neue Gemeindezentrum im Inneren der Kirche. 

Meilenstein auf dem Weg zum Gemeindezentrum erreicht 

Nachdem die Teilprofanierung der Kirche im Januar das Startsignal für die Bauarbeiten gab, wurde mit der Grundsteinlegung und dem Richtfest nun ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Gemeindezentrum erreicht. Dözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren aus Rottenburg, der am Samstag mit vor Ort in Durchhausen war, sagte: „Alle Beteiligten können nun im Rohbau schon erahnen, wie der neue Kirchenraum und die neuen Gemeinderäume sein werden. Es wird für die Kirchengemeinde immer konkreter, wie ihre neuen Räume für eine Kirche der Zukunft werden, und welche mutigen und zukunftsweisenden Entscheidungen sie getroffen hat."

Kirchengemeinde in eine sichere Zukunft

Johannes Ungermann, Gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderats, verlas im Anschluss an den durch Pfarrer Dr. Andreas Kirchartz geleiteten Gottesdienst auf dem neu gestalteten Platz vor der Kirche die Urkunde zur Grundsteinlegung und erinnerte an die anfängliche Frage, wie die Kirchengemeinde als Ort des gelebten Glaubens und der Gemeinschaft sowie das Kirchengebäude in eine sichere Zukunft geführt werden können. Durch die Veräußerung des früheren Pfarrhauses und dank einer Finanzierungszusage seitens der Diözese habe der Entwurf des Büros „Schneider Hoffmann Architekten“ aus Karlsruhe umgesetzt werden können. Ungermann sagte: „Dieser Entwurf greift die Vorgabe der Kirchengemeinde dadurch auf, dass sich die Kirche durch einen Arkadengang zum Dorfplatz hin zur Welt und zur bürgerlichen Gemeinde hin öffnen soll. Öffnet die Fenster und Türen der Kirche und lasst frischen Wind herein.“ Diesem Gedanken folge der Um- und Einbau in die bestehende, teilprofanierte Kirche. 

Pfarrer segnet Rohbau und die Anwesenden

Nach dem Richtspruch wurde die Urkunde zur Grundsteinlegung von Pfarrer Dr. Philip Kaviyil, dem Pfarradministrator der Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Trossingen, Pfarrer Dr. Kirchartz, Dr. Schwieren, der Architektin Carla Zipp sowie von Ungermann unterschrieben. Dann wurde sie zusammen mit einem Satz Euromünzen, einem Kiesel vom See Genezareth sowie Schreiben und Plänen über das Bauprojekt in ein Behältnis gegeben und in eine dafür vorbereitete Öffnung im Rohbau gelegt. Im Anschluss segnete Pfarrer Dr. Kirchartz den Rohbau und die Anwesenden. 

Gewählte Vorsitzende ergreift das Wort

Bevor die Gemeindemitglieder und ihre Gäste dann vor der Kirche zu einem geselligen Beisammensein zusammenkamen, ergriff der Gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats nochmals das Wort und verwies darauf, dass auch der Platz vor der Kirche als Ortsmitte neu gestaltet worden sei und dies der Kirchengemeinde die Möglichkeit gibt, sich zur Gemeinde hin zu öffnen. Der Dorfplatz wird neben der Kirche vom Rathaus und der kommunalen Halle umrahmt.

Offenheit, Gemeinschaft und christliche Nächstenliebe

Es sei heute notwendiger denn je, aufeinander zuzugehen, sich für ein gutes Miteinander und für eine Gemeinschaft einzusetzen, die von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägt ist, sagte Ungermann. „Denn nur dann können wir die Herausforderungen unserer Zeit, wie Krieg, Hass, Misstrauen, die Zerstörung der Schöpfung und die Entfremdung der Menschen untereinander, bewältigen und an einer Zukunft in Frieden und Freiheit sowie der Bewahrung der Schöpfung für uns und die nächsten Generationen bauen. Dieser Umbau der Kirche Zu den Heiligen Engeln zum Gemeindezentrum soll genau dies möglich machen: Er bietet die Möglichkeit, Gemeinschaft zu leben, zu fördern und zu stiften, über alle möglichen Grenzen hinweg.“ Für dies solle die neue Kirche mit Gemeindezentrum stehen: „Geerdet im Hier und Jetzt und zugleich ein Ort der Besinnung und der Gegenwart Gottes und seiner Engel – für Offenheit, Gemeinschaft und für christliche Nächstenliebe.“

Gregor Moser